Castello di Camino

Der Ursprung der Siedlung Camino wird auf alte römische und später germanische Niederlassungen zurűckgefűhrt. Das Schloss liegt an einem strategisch wichtigen Ort, es blickt űber die Hűgel des unteren Monferrato, das Poufer und die Ebene von Vercelli. Es handelt sich um einen mächtigen und prächtigen Bau, ein hohes, mit Tűrmen und Zinnen bewehrtes Bauwerk. Gerade wegen dieser strategisch wichtigen Lage wurde um das Jahr 1000 herum auf dem Hűgel ein Verteidigungswerk errichtet, das mit der Zeit erweitert und befestigt und noch im 17. Jahrhundert benutzt wurde. Heute ist das Schloss von Camino trotz zahlreicher interner und externer Umbauten noch immer eine der wichtigsten Festungen im Gebiet von Alessandria. Das Schloss stellt mit seinem architektonischen Umfang eine echte mittelalterliche Festung dar. Es wurde vom Bischofsamt in Asti in Auftrag gegeben; die wichtigste Belehnung fűr den Bau der Festung im 14.Jahrhundert erfolgte jedoch mit dem Marchese Teodoro Paleologo. Als dieser in schwere finanzielle Schwierigkeiten geriet, űbertrug er den Gebrűdern Scarampi, Bankiers aus Asti, die Belehnung von Camino. Die Familie ist seitdem ohne Unterbrechung Lehnsherrin des Schlosses und mit ihr wird auch die militärische und architektonische Geschichte des Baus verbunden, deren wichtigsten Umbauarbeiten auf drei Epochen zurűckgefűhrt werden können: spätes vierzehntes Jahrhundert, siebzehntes-achtzehntes Jahrhundert und die Jahrzehnte um die Jahrhundertwende zwischen neunzehntem und zwanzigstem Jahrhundert. Die älteste Anlage liegt in dem Teil, in dem in einem ungewöhnlichen, rechteckigen Bau der mit Zinnen versehene, 44 Meter hohe Turm steht. Im unteren Baukörper befindet sich eine Zugbrűcke. Um diesen ursprűnglichen Kern bauten die Scarampi schon innerhalb des 14. Jahrhunderts ein imposantes Schloss. Das Bauwerk hat einen unregelmässigen Grundriss, da verschiedene Teile angebaut und die natűrliche Wellung des Bodens ausgenutzt wurden. Seiner Lage und befestigten Struktur verdankt das Schloss, dass es mit besten Verteidigungsmöglichkeiten ausgestattet ist. Zwischen Ende des siebzehnten und Anfang des achtzehnten Jahrhunderts endet aber auch fűr das Schloss von Camino seine militärische Bedeutung. Es wurden deshalb die grosse Freitreppe gebaut und vor allem der Salon errichtet, der mit Scheinarchitektur und Blumenkompositionen dekoriert ist und nach Sűden hin auf einen steinernen Balkon in barockem Stil geht. Stuckwerk umrahmt die 22, von Domenico Guala geschaffenen Őlbilder, die die Familienmitglieder der Scarampi darstellen. Zwischen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts erfolgte erneut eine Veränderung am Schloss und zwar an den Ornamenten und der Inneneinrichtung, denen ein neugotischer Stil aufgeprägt wurde. Die sehr alte Kapelle, verkleinert und neu dekoriert, beherbergt ein Triptychon, das Macrino d'Abba zugeschrieben wird. Um Vittorio Emanuele II als Gast zu empfangen, wurde sie komplett neu eingerichtet; ein Saal des 1. Stockwerks, “Königssaal” genannt, wurde vollständig neu dekoriert. Das Schloss von Camino ist in privatem Besitz. Es liegt in einem weitläufigen, eindrucksvollen Park mit Jahrhunderte alten Bäumen und wird anlässlich von Veranstaltungen und Initiativen geöffnet

Adresse und Kontakte
via Castello, 30 - 15020 Camino (AL)
Frazione Castello

Link
http://www.castellodicamino.it