Jetzt werde ich Ihnen eine Geschichte über Ovada erzählen, eine piemontesische Stadt an der Grenze zu Ligurien, dort, wo zauberhafte Landschaften und historische Schlösser und Burgen auf Ihren Besuch warten und wir uns darauf freuen, Sie empfangen zu dürfen. Ovada ist voller kleiner Schätze, die der interessierte und begeisterte Reisende gar nicht alle auf einmal entdecken kann. Wir stehen Ihnen gerne und jederzeit für Ratschläge und Informationen zur Verfügung. Mit dem Auto in der Stadt ankommend, sehen Sie (Piazza XX Settembre ), eine grosse Kreuzung für den städtischen Verkehr, die zu den neuen Viertel oder zum historischen Zentrum führt. Hier biegen Sie rechts ab und befinden sich sofort mitten im Herzen unserer Stadt. Zu ihrer linken Seite steht die Kirche der Immacolata Concezione, die von den Einwohnern von Ovada errichtet wurde, nachdem diese am 21.September 1631 ein Gelöbnis abgelegt hatten, damit die Stadt von der furchtbaren Pestepidemie befreit wurde. Die Kirche gehört seit fast 350 Jahren zu den Franziskanern, die seit jeher in Ovada ansässig sind. Neben dem Kirchengebäude liegt ihr Kloster und davor ein Platz mit einem kleinen Brunnen und der Statue des italienischen Schutzpatrons, alles sehr einfach und schlicht, wie die Werte, die der Orden seit jeher verfolgt. Weiter die gleiche Strasse entlang treffen Sie auf Via Cairoli; das gesamte historische Zentrum unserer Stadt hat ein typisch Genueser Aussehen, was durch jahrhundertelange Verbindungen und Herrschaft geprägt wurde. Diese elegante und gepflasterte Strasse ist ein echter Treffpunkt für die Ovadesi, der Salon der Stadt, unsere Visitenkarte, voller Geschäfte, kommerzieller Aktivitäten, mit herrlichen Palazzi und reich an Geschichte. Gehen Sie weiter und erblicken Sie einige schöne Gebäude, wie das Theater Torrielli, das am Anfang der Strasse liegt und kurz dahinter Palazzo Maineri, in dem früher das Rathaus, danach die Berufsfachschule und sogar das deutsche Kommando während der Kriegsjahre lagen und in dem heute die wichtigsten kulturellen Institutionen der Stadt, wie die Bibliothek und die Accademia Urbense, ihren Sitz haben. Jetzt befinden Sie sich auf der Piazza Assunta, Sie können den Platz nicht verfehlen, die Strasse geht immer geradeaus. Vor Ihnen liegt die (Chiesa Parrocchiale N.S. Assunta ), ein fast 50 Meter hohes Gebäude, das mit seinen beiden Glockentürmen, einer im Jahre 1807, der andere ungefähr im Jahre 1850 erbaut, das wichtigste Symbol der Stadt ist. In ihrem Innern befinden sich herrliche Marmoreinrichtungen und Gemälde, die Ihnen einen Eindruck von unserer Kultur und unserer Religion vermitteln. Und weiter geht es. Aus der Kirche tretend liegt direkt (Piazza Garibaldi ), die dem Helden der zwei Welten und unseren zwei Mitbürgern gewidmet ist, die ihn mit ihren roten Hemden bekleidet, auf seinem Abenteuer begleiteten. Auf diesem Platz spielte sich vormals das soziale und politische Leben der Stadt ab, hier wurden leidenschaftliche Wahlversammlung abgehalten und zu Zeiten des Faschismus samstags Gymnastik getrieben, das Abendessen der “fratellanza” abgehalten, bei dem 1848 die Honoratioren aus Ovada das Volk einlud und sich ihm einen Tag lang zu Diensten stellte. Weiter in Richtung Via San Paolo treffen wir nach wenigen Schritten auf das im fünfzehnten Jahrhundert erbaute und Mitte des achtzehnten Jahrhunderts restaurierte (Oratorio dell'Annunziata ), ein architektonisches Kleinod voller religiöser und künstlerischer Bedeutung. In der Kirche stehen zwei wertvolle Prozessionsschreine des Genueser Bildhauers Anton Maria Maragliano. Weiter vorn steht das Geburtshaus von San Paolo della Croce, Schutzpatron der Stadt und Begründer der Passionistischen Kongregation, das 1918 zum Nationalmonument erklärt wurde und das heute ein öffentliches Museum ist, in dem viele Erinnerungsstücke sowie die Reliquie des Heiligen aufbewahrt sind. Bersuchen Sie es! Vor dem Haus steht die Kirche Santa Maria delle Grazie, auch San Domenico genannt, die während der napoleonischen Zeit als Kaserne und Lager benutzt wurde. Das Gebäude wurde mehrmals restauriert und fiel vor einigen Jahren einem Brand zu Opfer, bei dem die Orgel zerstört und der Verputz ganz geschwärzt wurde. Im schlichten, fast vollständig aus Ziegelsteinen bestehendem Innern können wertvolle künstlerische Werke wie Gemälde und Skulpturen besichtigt werden. Noch einige Schritte weiter gelangen Sie an den Palazzo Maineri-Rossi, aus dessen Fenster die unverwechselbaren Klänge der Musikschule Rebora schallen, in der zahlreiche Schüler die Kunst des Instrumentenspiels lernen und so die musikalische Tradition unserer Stadt aufrecht halten. Unsere Strecke neigt sich dem Ende zu und wir kommen jetzt über via Torino zu Palazzo Delfino, der von einem Privatmann als Sitz seiner Bank und Privatsitz errichtet wurde und in dem heute das Rathaus liegt. Jetzt sind wir erneut auf der Piazza XX Settembre, im Westen des Platzes steht das Gefallenenmonument, das dank Spenden der Familien aus Ovada errichtet wurde. Eine kleine Pause wäre jetzt genau richtig und auf der Via Carducci finden Sie den wunderschönen (Parco di Villa Gabrieli ) in dem Sie zwischen Bäumen und dem Teich mit den Schwänen etwas ausruhen und entspannen können. Glauben Sie nicht, alles gesehen zu haben. Dies hier war nur eine kleine Auswahl, es gibt noch vieles zu entdecken, wie zum Beispiel die eindrucksvolle Loggia di San Sebastiano, das Oratorium di San Giovanni, in dem jedes Jahr die traditionelle Prozession stattfindet und das (Museo Paleontologico Maini ), in dem Fossilien und Mineralien aus der nahen Umgebung ausgestellt sind. Also, die Geschichte, die ich Ihnen erzählte, fängt gerade erst an: kommen Sie nach Ovada, um die Ihre zu schreiben, Sie werden zufrieden und glücklich sein und unsere landschaftlichen Schönheiten werden Sie erobern.