In Cella Mare Alta mitten im Herzen des Ghenza Tas parken wir mitten im Hof des (Ökomuseums pietra da Cantoni ), das von Claudio Castelli geleitet wird. Dieser alte, sehenswerte Palazzo Volta mit seinen (gut restaurierten) Säulengängen auf zwei Etagen, der später der Kirchengemeinde übertragen wurde, versetzt uns zurück in die Zeit.

Wir steigen in den Infernot hinab, dem grössten des Ortes, hier passt eine Menge Flaschen rein......Dann steigen wir auf die Etage über dem Säulengang mit herrlicher Sicht auf den Turm des Ortes. Merkwürdig dieses kleine Fenster, von dem aus man in die nebenstehende Pfarrkirche schauen konnte. Ungewöhnlich die Sicht mit Palme auf Rosignano. Zurück auf die Hauptstrasse, um in der Bäckerei Brambilla Buchweizen-Ciabattine zu kosten und einige Fotos von den bemalten Decken (eine weitere Besonderheit in diesem kleinen-grossartigen Ort, die schnellstens aufgewertet werden sollte, denken wir nur an die Hinweisschilder).

Zu Fuss dann hinunter (zurück geht´s dann bergauf...) zur Casaccia, am Ortsanfang, wo uns Margherita Rava empfängt. Hier gehen wir in den Keller und dann in den infernot mit geschnitztem Tisch und Kerzenständer aus dem 16. Jahrhundert. Im Speisesaal eine schöne Deckenbemalung mit Panorama und Tieren.

Danach geht es (im Auto) hoch bis zur Kirche San Bartolomeo, wo der Infernot mit gekrümmtem Zugang von Elsa Zai Bellero (vini Ca’ Nova ) besichtigt wird. Im davor liegenden Keller eine grosse Weinpresse an dem die mulette (typische Wurstwaren, die wir in Camino bei unserem ersten Reiseführer mit Aldo Timossi entdeckten, die Rückseite dieses Führers zeigt einen Infernot in Cella Monte...) hängen. Auf dem Rückweg gehen wir zum alten Festen Haus Arditi. Im Eingang Bilder aus dem Risorgimento (Garibaldi, Kossuth...), dann herrliche freskobemalte Decken; auf einem Kamin im ersten Stock ein Druck einer alten Bekannten (Laura Rossi) von Cella Monte Der letzte (für uns) Infernot in Casa Piero Mazza . Er ist wunderschön: tief (dreirampige Treppe) und glatt, geschmirgelt, aus dem Jahre 1886, in drei Wintern gegraben, die Flaschen stehen auf Stufen, der Tisch ist oval, geschnitzt. Einfach herrlich.

Luigi Angelino